So startet die Betreuung

Zunächst einmal freue ich mich sehr, dass du dich dafür entschieden hast, das Fördertürmchen kennenzulernen!

 

In einem persönlichen Gespräch hast du die Möglichkeit sowohl von mir wie auch von meinen Räumlichkeiten einen ersten Eindruck zu bekommen. In diesem Gespräch kannst du Fragen stellen und ich erkläre meine Arbeit individuell auf deine benötigte Betreuungssituation ausgerichtet.

 

Dazu gehört die sanfte, individuelle Eingewöhnungsphase deines Kindes, welche sich in 23 Jahren Fördertürmchen bewährt hat und in kein Modell pressen lässt, sondern individuell durch viele Gespräche und einen Hausbesuch begleitet wird. In dieser Zeit stehen sowohl die Bedürfnisse deines Kindes sowie auch deine eigenen Bedürfnisse als Elternteil an erster Stelle und sind Basis für das Tempo und die Art und Weise der Integration und Gewöhnung des Kindes an die neue Betreuungssituation. Die Essens- und Schlafsituation ebenso wie der aktuelle Entwicklungsstand und Förderungsbedarf des Kindes bilden hier die Grundlage für unsere Zusammenarbeit.

 

Während der Eingewöhnung, welche einen Zeitraum von 4 – X Wochen (nicht vergessen, das Tempo bestimmt dein Kind) umfasst, ist ein enger Kontakt zwischen dir und mir als zukünftige Bezugsperson deines Kindes unabdingbar. So begleitest du dein Kind zunächst morgens in das Fördertürmchen, nimmst am Sing- und Spielkreis teil und hast so die Möglichkeit, auch die anderen Kinder kennenzulernen und ein Gefühl für die liebevolle Atmosphäre sowohl zwischen mir und den Kindern als auch den Kindern untereinander zu bekommen. Dein Kind soll in deiner Anwesenheit die Sicherheit erfahren, dass es sich von dir lösen darf und die Räumlichkeiten entdecken kann.

Ein weiterer Schritt ist dann das Kennenlernen der Übergabesituation, in der du mir das Kind für einen vorher abgesprochenen Zeitraum in die Betreuung gibst. Dort bekommt dein Kind die Möglichkeit, mich als Bezugspersonen anzunehmen. Kennengelernte Rituale in den ersten Eingewöhnungswochen unterstützen diesen Lernprozess und geben dem Kind Sicherheit und Halt. In dieser Zeit bin ich für dich immer erreichbar und suche den engen Austausch über das Verhalten des Kindes aber auch über deine Sorge bzw. Unsicherheit bzgl. der unbekannten Situation mit dir. Eine sanfte Steigerung der Betreuungsstunden bis zum Durchführen des Mittagsschlafes beendet schließlich die Eingewöhnung deines Kindes und du und dein Kind sind gut im Fördertürmchen angekommen.

Während der Trennungszeit übersende ich dir immer mal wieder ein Foto oder ein kurzes Video, damit du am Fördertürmchen-Alltag teilnehmen kannst. Bitte sieh‘ mir nach, dass dies nur einen winzigen Teil am Tag einnehmen kann. Schließlich soll mich dein Kind ja nicht nur mit Handy oder Fotoapparat vor dem Gesicht kennenlernen, sondern in mir eine kompetente Begleitung in seinem oder ihrem kindlichen Spiel erfahren. 

 

Ich wünsche mir, dass ich dir als Elternteil ein gutes und sicheres Gefühl für deinen Arbeitstag geben kann und du weißt, dass dein Kind sich in der Zwischenzeit im Fördertürmchen wohlfühlt, Gemeinschaft hat, gefördert und als wertvoller Mensch wahrgenommen wird.




An dieser Stelle möchte ich dir noch meine Zusammenarbeit mit dem Fachverband Diakonisches Werk vorstellen. Dieser ist das Bindeglied zwischen dem Jugendamt der Stadt Essen und meiner Kindertagespflegestelle und somit dafür verantwortlich meine Arbeit kontinuierlich zu überprüfen. Gleichermaßen steht dir das Diakonische Werk jederzeit für Fragen rund um das Thema Kindertagespflege zur Verfügung. 

Gleichzeitig ist das Diakonische Werk, im Auftrag des Jugendamtes für die im KiBiz festgelegten Vertretungsregelung, für das Stellen einer Vertretung verantwortlich. Dort darf sich hingewandt werden, wenn die Betreuung durch Krankheit, Fortbildung oder Urlaub nicht gewährleistet werden kann. Die aktuelle Telefonnummer oder Mailadresse wird in den jeweiligen Betreuungsverträgen festgehalten. Die Satzung der Stadt Essen sieht vor, dass du als Elternteil mindestens 22 Tage der betreuungsfreien Zeit selbst abdeckst. Sollte dies nicht möglich sein, so ist ein Arbeitsnachweis verpflichtend. Der Vertretungsanspruch für angekündigte betreuungsfreie Tage sollte von dir so früh wie möglich bei dem Fachverband angemeldet werden, damit eine Betreuung deines Kindes auch gesichert ist.

Aktuell ist dem Fördertürmchen eine feste Vertretungskraft zugeordnet, welche die Betreuung in den bekannten Räumlichkeiten übernimmt. Alternativ steht eine Vertretungswohnung zur Verfügung, bei der die Fördertürmchen-Kinder mit Kindern anderer ausfallenden Kindertagespflegepersonen, zusammen betreut werden. In diesem Vertrag werden die abgesprochenen Details wie Betreuungsstunden, Bring- und Abholzeiten, Urlaub sowie individuelle Vereinbarungen festgehalten und bieten so Transparenz.